Sicherheit

Terrorgefahr, Umweltkatastrophen, Kriminalität – in den Nachrichten lesen, hören und sehen wir täglich Schreckliches. ERGO hat nachgefragt: Welche Bedrohungen fürchten die Deutschen am meisten? Und was würde unser individuelles Sicherheitsempfinden eventuell verbessern? Wo ist der Staat gefordert? Wie schätzen die Menschen die Entwicklung in den kommenden Jahren ein und was tut der Einzelne, um sich vor Gefahr zu schützen?

Was sind für Sie die größten Sicherheitsrisiken?

Angst vor Naturkatastrophen macht sich breit

Einbruch in meine Wohnung / mein Haus:

33%

30%

28%

29%

43%

Unfall durch Freizeitsport:

6%

5%

8%

7%

4%

Unfall im Straßenverkehr:

38%

35%

44%

38%

38%

Naturkatastrophe/Unwetter:

40%

40%

40%

39%

45%

Datendiebstahl

29%

25%

32%

21%

24%

Terrorismus/Krieg

63%

57%

54%

48%

38%

Opfer einer Gewalttat zu werden (Körperverletzung, Vergewaltigung, Mord)

50%

39%

41%

37%

32%

nichts davon

3%

3%

2%

3%

1%

  • Volks-/Hauptschule
  • Mittlere Reife / polytechnische Oberschule
  • Abitur, (Fach-)Hochschulreife
  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium
  • Promotion
  • (Angabe in Prozent)

Die Angst vor Terrorismus oder Krieg steht zwar nach wie vor auf Platz eins (55 Prozent) der von den Deutschen am meisten gefürchteten Sicherheitsrisiken, doch gegenüber 68 Prozent im Vorjahr ist die Bedeutung um etwa ein Fünftel gesunken.

Genauso hoch wie im letzten ERGO Risiko-Report ist dagegen die Sorge der Deutschen vor den Folgen des Klimawandels: Unwetter und Naturkatastrophen bereiten immer noch 40 Prozent der Befragten Kummer. Frauen scheinen mit 44 Prozent das Risiko von Naturkatastrophen deutlich höher zu bewerten als Männer mit nur 35 Prozent.

Geringer geworden ist die Angst davor, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden. Allerdings sind es auch in diesem Punkt wieder Frauen, die am meisten Angst davor haben. 

Geringer als die Angst vor Verkehrsunfällen oder Wohnungseinbruch fällt hingegen die Angst vor Datendiebstahl aus. Wobei jüngere Menschen und Befragte mittleren Alters den Datenklau etwas häufiger als Bedrohung ansehen. Die ältesten Befragten über 60 Jahre empfinden den Datendiebstahl hingegen deutlich seltener als Sicherheitsrisiko als alle anderen Altersgruppen.

Worin sehen Sie die größten Chancen für eine zukünftige Steigerung Ihrer Sicherheit?

Weniger Polizei und Überwachung gefordert

Staatlicher Zugriff auf private Geräte, Handys, Laptops etc. im Verdachtsfall:

10%

11%

11%

12%

11%

Strengere Gesetze:

27%

34%

41%

40%

38%

Senkung der Unfallzahlen durch selbstfahrende Autos:

24%

16%

14%

9%

8%

Mehr Polizei:

34%

38%

40%

44%

43%

Bessere Integration von Minderheiten/Migranten:

45%

31%

28%

27%

30%

Weniger Naturkatastrophen durch mehr Umweltbewusstsein:

41%

29%

32%

34%

37%

Mehr Überwachung:

27%

29%

28%

32%

30%

Nichts davon:

8%

12%

12%

14%

9%

  • Bis 30 Jahre
  • 31 bis 40 Jahre
  • 41 bis 50 Jahre
  • 51 bis 60 Jahre
  • Älter als 60 Jahre
  • (Angabe in Prozent)

Zwar sehen die Deutschen die größte Chance auf mehr Sicherheit in einem „Mehr“ an Polizei, aber gegenüber dem Vorjahr glauben heute insgesamt weit weniger Menschen daran, dass zusätzliche Ordnungshüter das bewirken. Ähnlich bemerkenswert ist der Rückgang bei der Forderung nach mehr Überwachung: Waren 2018 noch 38 Prozent der Befragten dafür, sind es jetzt ein Viertel weniger. Auch den auf Verdacht staatlichen Zugriff auf Handys, Laptops oder andere private Geräte halten deutlich weniger Bürger für sicherheitsrelevant.

Strengere Gesetze halten etwas weniger Deutsche als noch 2018 für geeignet, um Sicherheit zu gewährleisten. Besonders die 18-30-Jährigen sehen im Altersgruppenvergleich die geringsten Chancen darin.

Stattdessen vertrauen augenscheinlich immer mehr Deutsche auf Bewusstseinsveränderungen: So geben 35 Prozent der Bürger an, dass ein gestiegenes Umweltbewusstsein dabei helfen könnte, Naturkatastrophen zu verringern. Vor allem junge Menschen zwischen 18-30 Jahren und Frauen setzen große Hoffnungen in ein Umdenken. Auch für die über 60-Jährigen ist ein Umdenken wichtig. Sind sie durch den Konsum geläutert und verleihen hier ihrer Erfahrung Ausdruck?

Tendenziell rückläufig ist hingegen die Ansicht, eine bessere Integration von Minderheiten und Migranten zusätzliche Sicherheit bieten kann. Die 18-30-Jährigen sehen darin übrigens die größte Chance auf die Steigerung der eigenen Sicherheit.

Was denken Sie, welches Risiko wird in Deutschland in den nächsten 10 Jahren am stärksten ansteigen?

Terrorangst und Naturkatastrophen sehen Deutsche auch in Zukunft als größte Gefahren

Opfer eines Terroranschlags zu werden:

37%

34%

28%

25%

25%

Opfer einer Naturkatastrophe zu werden:

22%

21%

24%

23%

39%

Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden:

15%

18%

20%

21%

17%

Opfer einer Virusepidemie zu werden:

9%

15%

19%

19%

9%

weiß nicht:

16%

13%

9%

11%

9%

  • Volks-/Hauptschule
  • Mittlere Reife / polytechnische Oberschule
  • Abitur, (Fach-)Hochschul-Studium
  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschul-Studium
  • Promotion
  • (Angabe nach höchstem Bildungsabschluss in Prozent)

Nur innerhalb eines Jahres sinkt die Angst der Deutschen, zukünftig Opfer eines Terroranschlags zu werden, um ganze 13 Prozentpunkte auf jetzt 31 Prozent. Die Sorge vor zukünftigen Naturkatastrophen wächst hingegen deutlich von 16 Prozent auf 23 Prozent.

Bei Männern und Frauen spalten sich die Geister: Während Männer häufiger Befürchtungen vor Naturkatastrophen haben als Frauen, dominiert beim weiblichen Geschlecht die Angst, Opfer eines Terroranschlags zu werden.

Junge Menschen und ältere Befragte sehen in Naturkatastrophen in den kommenden Jahren wesentlich häufiger eine Bedrohung als Menschen mittleren Alters. Dafür fürchten die 31-40-Jährigen im Altersgruppenvergleich mit Abstand am häufigsten das Risiko, Opfer einer Virusepidemie zu werden.

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