Geld

Auf Spar- und Tagesgeldkonten gibt es praktisch keine Zinsen mehr. Auch mit Aktien konnten die Deutschen im vergangenen Jahr nichts verdienen. Dennoch lässt der anhaltende Aufschwung die Deutschen immer reicher werden. Nach Angaben der Bundesbank liegt das Vermögen von Privatleuten bei mehr als sechs Billionen Euro.

Wie gehen die Deutschen mit Geld um? Ausgeben oder Sparen? Welche finanziellen Chancen und Risiken sehen sie? Wieviel Geld legen sie auf die hohe Kante? Und wo landet es: Im Sparstrumpf oder im Aktiendepot? Wie stehen die Deutschen zum bargeldlosen Bezahlen?

Interessante Ergebnisse dazu lesen Sie im Kapitel „Geld“.

Welche Geldanlage besitzen Sie?

Der gute alte „Sparstrumpf“ macht das Rennen

weiblich:

37%

15%

männlich:

37%

36%

Volks- / Hauptschule:

34%

14%

Mittlere Reife / Polytechnische Oberschule:

35%

20%

Abitur, (Fach-)Hochschulreife:

44%

26%

Abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium:

35%

39%

Promotion:

44%

51%

  • Sparbuch / Sparplan / Sparbrief
  • Aktien / Anleihen / Fonds

Am liebsten bringen die Deutschen nach wie vor ihr Geld aufs Sparbuch. Vor allem fast die Hälfte der jungen Menschen bis 30 Jahren setzen darauf. Die Hälfte der Befragten zwischen 41 und 50 Jahren hingegen gibt zumeist ihr Geld für Rentenversicherungen aus. Insgesamt betrachtet wird das Geld erst an dritter Stelle in ein Eigenheim oder in eine Eigentumswohnung investiert, wobei diese Möglichkeit der Geldanlage insbesondere für Menschen ab 41 Jahren interessant wird.

Etwas weniger interessant scheinen Tages- und Festgeldanlagen. Noch dahinter rangieren Aktien, Anleihen und Fonds sowie Bausparverträge. Abgeschlagen sind Anlagen in Gold oder andere Rohstoffe: Nur 8 Prozent der Deutschen bevorzugen diese Form der Geldanlage.

Im Geschlechtervergleich fällt auf: Männer legen ihr Geld grundsätzlich häufiger in Aktien, Tagesgeld, Immobilien, und Rohstoffe an als Frauen.

Jeder Fünfte Deutsche legt gar kein Geld an (2018: 19 Prozent, 2019: 21 Prozent) – vor allem die über 51-Jährigen sehen dafür keinen Bedarf. Ob hier Erfahrung eine Rolle spielt?

Sollte das Bargeld Ihrer Meinung nach abgeschafft werden?

Nur Bares ist Wahres

Ja:

4%

7%

11%

11%

19%

Nein:

96%

93%

89%

89%

81%

  • Volks-/Hauptschule
  • Mittlere Reife / polytechnische Oberschule
  • Abitur, (Fach-)Hochschul-Studium
  • Abgeschlossenes (Fach-)Hochschul-Studium
  • Promotion
  • (Angabe nach höchstem Bildungsabschluss in Prozent)

91 Prozent der Deutschen lieben ihre Scheine und Münzen im Portemonnaie. Etwas offener zeigen sich nur junge Menschen: Bei den 18-30-Jährigen können sich immerhin 16 Prozent ein Leben ohne bare Münze vorstellen, bei den 31-40-Jährigen sind es noch 13 Prozent. Die über 60-Jährigen halten mit 94 Prozent am meisten an ihrem vertrauten Bargeld fest. Sind Papiergeld und Moneten für sie, mehr als für alle anderen, ein Zeichen für Beständigkeit und Sicherheit im Alltag?

Vor allem Facharbeiter und Selbstständige lehnen die Abschaffung des Bargelds ab. Etwas offener für ein Leben ohne Bargeld zeigen sich Beamte und Angestellte sowie auch berufstätige Befragte im Vergleich zu Menschen ohne Job.

Wie viel Euro sparen Sie persönlich pro Monat in etwa für die Altersvorsorge?

Sparen wird überbewertet

Nichts:

33%

16%

22%

26%

36%

Bis 50€:

20%

18%

16%

17%

13%

50€ bis 100€:

16%

23%

17%

15%

15%

100€ bis 250€:

19%

22%

20%

19%

17%

Mehr als 250€:

12%

21%

26%

24%

18%

  • Bis 30 Jahre
  • 31 bis 40 Jahre
  • 41 bis 50 Jahre
  • 51 bis 60 Jahre
  • Älter als 60 Jahre
  • (Angabe in Prozent)

Obwohl 39 Prozent der Deutschen Angst vor Altersarmut haben, bildet gut jeder vierte Befragte monatlich keine Rücklagen für seine private Altersvorsorge. Am häufigsten triff dieses Verhalten auf die 18-30-Jährigen zu. Auch Frauen können es sich anscheinend nicht leisten, ein stabiles finanzielles Polster für die Altersvorsorge anzulegen. Tun Teilzeitarbeit wegen der Kindererziehung, Scheidungsarmut und niedriger bezahlte Jobs dazu ihr Übriges? 32 Prozent von ihnen sparen monatlich keinen einzigen Euro – bei Männern trifft das auf 24 Prozent zu.

Menschen mit einem mittleren bis hohen monatlichen Haushaltsnettoeinkommen haben mehr Spielraum, was das Sparen für den Lebensabend angeht. Sie legen monatlich deutlich mehr Geld für ihre Altersvorsorge beiseite als Geringverdiener.

Im Vergleich zur ersten Befragung des ERGO Risiko-Reports 2018 steigt die Zahl derjenigen Menschen, die privat für ihre Altersvorsorge gar nichts zurücklegen, um 6 Prozentpunkte. Auch bis 50 Euro im Monat können offensichtlich immer weniger Deutsche entbehren. Ebenfalls zwischen 100 und 250 Euro werden immer seltener im Monat für das Alter gespart.

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